Tofu ist ein Sojaquark, der weltweit als Käse bezeichnet wird. Das Produkt ist in asiatischen Ländern sehr beliebt und wird ebenso von Anhängern der vegetarischen und veganen Küche geschätzt.

Käsesorten:
- Weich, fest
Schimmel:
- Ohne Schimmel
Herkunft:
- China
Fettgehalt:
- 1,5–4 %
Ferment:
- Ohne Ferment
Besonderheiten:
- Laktosefrei, vegan, vegetarisch
Nährwerte pro 100 g:
- Kalorien: 66 kcal (2,9 % des Tagesbedarfs)
- Eiweiß: 7,3 g (9,7 % des Tagesbedarfs)
- Fett: 3 g (3,6 % des Tagesbedarfs)
- Kohlenhydrate: 2,2 g (0,7 % des Tagesbedarfs)
Geschichte des Tofu
Tofu hat eine lange Geschichte und wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren hergestellt. Historische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass er bereits im Jahr 220 n. Chr. in China produziert wurde. Obwohl Tofu oft mit Japan assoziiert wird, stammt er tatsächlich aus China.
Laut einer der bekanntesten Theorien erfand ein kaiserlicher Koch den Tofu durch ein Experiment: Er versetzte Sojapüree mit Nigari (einem natürlichen Gerinnungsmittel aus Meerwasser). Das Ergebnis gefiel dem Kaiser und fand schnell Verbreitung in ganz China. Später gelangte Tofu nach Japan, wo er vor allem auf Okinawa durch die Gerinnung mit mineralstoffreichem Meerwasser eine spezielle Variante erhielt.
Arten von Tofu
- Fester Tofu: In asiatischer und westlicher Variante erhältlich. Die asiatische Version enthält mehr Flüssigkeit und ist weicher als die westliche. Ideal zum Braten oder Räuchern.
- Seidentofu (weicher Tofu): Hat eine puddingartige Konsistenz mit maximalem Wassergehalt. Wird häufig in Desserts verwendet.
- Stinkender Tofu: Eine fermentierte Variante mit intensivem Geruch, die besonders in Shanghai beliebt ist.
- Gewürzter Tofu: Mit Nüssen, Paprika oder anderen Gewürzen verfeinert, wodurch er unterschiedliche Farben und Aromen erhält.
Da Tofu rein pflanzlich ist, eignet er sich sowohl für Vegetarier als auch für Veganer.
Geschmack und Kaloriengehalt von Tofu
Tofu zeichnet sich durch seinen neutralen Geschmack aus. Erst durch Zugabe von Gewürzen, Marinaden oder anderen Zutaten entwickelt er ein eigenes Aroma. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einem idealen Bestandteil zahlreicher Gerichte.
Ein weiterer Vorteil von Tofu ist sein niedriger Kaloriengehalt: 100 g enthalten lediglich 66 kcal. Varianten mit Zusätzen können einen etwas höheren Energiegehalt aufweisen. Aufgrund des geringen Fettanteils kann Tofu in großen Mengen gegessen werden, ohne die Figur zu belasten.
Gesundheitliche Vorteile und Nachteile von Tofu
Obwohl Tofu in vielen Ländern weniger bekannt ist, bietet er zahlreiche gesundheitliche Vorteile und nur wenige Nachteile. Als hochwertiger pflanzlicher Eiweißlieferant enthält er alle neun essenziellen Aminosäuren. Tatsächlich enthält Tofu mehr Protein als Fisch oder Rindfleisch.
Vorteile:
- Senkt den Cholesterinspiegel und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.
- Gut verdaulich und für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.
- Enthält Eisen, Ballaststoffe und Kalzium.
- Wirkt antioxidativ und kann helfen, schädliche Toxine aus dem Körper zu entfernen.
- Beeinflusst den Hormonhaushalt positiv und kann Wechseljahresbeschwerden lindern.
- Enthält Phytoöstrogene, die das Risiko für Brustkrebs senken können.
- Trägt zur Hautverjüngung bei und verlangsamt die Faltenbildung.
Mögliche Nachteile:
- Übermäßiger Konsum kann das Hormonsystem beeinflussen.
- Enthält Phytoöstrogene, die in hohen Mengen die Fruchtbarkeit beeinflussen können.
- Kann bei übermäßigem Verzehr die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen.
Grundsätzlich ist Tofu jedoch sehr gut verträglich und für die meisten Menschen unbedenklich.
Gerichte mit Tofu
Tofu kann gekocht, gebraten, gegrillt, gedämpft oder fermentiert werden. In Asien wird er oft in Suppen, Wok-Gerichten oder als Fleischersatz verwendet. In Japan und China existieren zahlreiche traditionelle Rezepte mit Tofu, von herzhaften Speisen bis hin zu süßen Desserts.
Welche Weine passen zu Tofu?
Da Tofu selbst geschmacksneutral ist, harmoniert er gut mit verschiedenen Weinen. Besonders geeignet sind leichte, junge Weine, unabhängig davon, ob sie trocken, halbtrocken oder süß sind. Je nach Zubereitung kann er auch mit aromatischen Weißweinen oder milden Rotweinen kombiniert werden.

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